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Umgebung des Schlosses
In der unmittelbaren Umgebung des Schlosses befinden sich ein Englischer und ein kleiner Französischer Garten mit einer ganzen Reihe von einzigartigen Holzarten. Von einigen Orten der Gärten bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt Náměšť und die nahe Landschaft.
Die sich im Tal des Mittellaufs von Oslava befindende Stadt Náměšť ist ein natürliches Zentrum des malerischen und an Natursehenswürdigkeiten sehr reiches Gebiet. Die Umgebung von Náměšť wird von vielen Teichen und ausgedehnten Waldungen gebildet und sie wird zu Recht von Verehrern von Fußwanderungen und Flusstouristik aufgesucht.
Was die Kultivierung der Landschaft betrifft, kann man sowohl in der unmittelbaren, als auch weiteren Umgebung des Schlosses das konzeptionelle und planvolle Verhalten der ehemaligen Eigentümer der Domäne sehen. Der Naturreichtum wurde effektiv und schonend ausgenutzt. In den sich in der Nähe von Náměšť befindenden Gemeinden kann man unter anderem eine Menge von interessanten architektonischen Sehenswürdigkeiten bewundern, wobei einige dieser Denkmäler mit ihrer Herkunft in die Zeitperiode der romanischen oder gotischen Architektur gehören. Nur in der Stadt Náměšť selbst gibt es ein paar solcher Denkmäler, die bemerkenswert sind. Es geht in erster Linie um die Barockkirche des hl. Johannes des Täufers aus dem Jahre 1639 und um die naheliegende Barockbrücke über den Fluss Oslava, die im Jahre 1737 erbaut wurde. Sieben Jahre später wurde die Brücke mit 20 Statuen von Heiligen und Erzengeln ausgeschmückt, die überwiegend aus der Werkstatt des Bildhauers Josef Winterhalder des Älteren stammen.
Die Statuengruppe der allerheiligsten Trinität mitten auf dem Platz stammt wahrscheinlich von Antonín Riga, obwohl einige Quellen dieses Werk des Johannes des Täufers Röbster zuschreiben. Einige Gebäude in der Stadt erinnern uns noch an die ehemaligen Eigentümer der Domäne. Im Jahre 1745 ließen Hanuš und Františka von Kufštejn ein Gebäude "Špitálka" mit der Kapelle der hl. Anna errichten, das für überalterte Dienstpersonen aus dem Schloss bestimmt wurde. An das Geschlecht von Haugwitz erinnert uns eine Empir-Krypta für die verstorbenen Familienmitglieder. Die Krypta wurde in den Jahren 1822 bis 1825 nach dem Entwurf des Architekten Josef Kornhäusel aus Wien errichtet. Bemerkenswert sind auch viele andere historische Denkmäler in den Gemeinden in der Umgebung von Náměšť. Im nahen Jinošov ist das die Kirche der hl. Apostel Peter und Paul aus dem 16. Jahrhundert mit spätgotischen architektonischen Elementen. In Jasenice finden Sie eine romanische Kirche des hl. Kliment, die wahrscheinlich in der Zeit der hl. Kyrill und Method gebaut worden ist. In dieser Gemeinde befindet sich noch die Kapelle der hl. Katharina vom Ende des 14. Jahrhunderts mit einer Glocke aus dem Jahre 1494. Spezielle Aufmerksamkeit sollte man der Gemeinde Kralice widmen. Die erste Kirche wurde hier schon zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert gegründet. Um das Jahr 1300 wurde sie zur Sakristei der neuen Kirche des hl. Martin, in der Reste gotischer Fresken mit Zitaten aus der Bibel erhalten blieben. In die hiesige Festung wurde im Jahre 1578 die Druckerei der Tschechischen Brüder (Čeští bratři) aus Ivančice umgesiedelt. In den folgenden 50 Jahren erschienen hier fast 100 Titel, besonders die bekannte sechsteilige Bibel von Kralice. Von den natürlichen Sehenswürdigkeiten ist die einzigartige an geschützten Pflanzen und Tieren reiche Steppe bei Mohelno zu erwähnen. Es geht um die nördlichste Steppe, die sich in Europa befindet. Weiter sind das die tiefen Täler des Flusses Oslava und des Flüsschens Chvojnice. Nicht zuletzt ist ein umfangreiches Gehege zu nennen. Das Gehege wurde vom Geschlecht von Haugwitz zwischen Náměšť, Jinošov und Kralice gegründet und es wird durch eine bedeutende Zucht von Damwild bekannt.





